Jugend im Rathaus: Francke-Schüler im Dialog mit Stadtverordneten aller Parteien


Im Stadtverordnetensitzungssaal Platz nehmen und Politikern Fragen zu selbst festgelegten Themen stellen – diese Erfahrung konnten jetzt 50 Jugendliche der Francke-Schule machen. Im Rahmen des Projekts „Jugend im Rathaus“ begrüßte Stadträtin Gerda Weigel-Greilich die Gruppe und formulierte klar das Ziel dieser Aktion, die das Büro für Kinder- und Jugendbeteiligung (im Kinderschutzbund Orts- und Kreisverband Gießen e.V.) im Rathaus organisiert hatte: Es ging darum, den Schülern/-innen Kommunalpolitik vertraut zu machen. In Begleitung ihrer Lehrkräfte Gabriele Gessner und Stefan Ulbrich, die im Unterrichtsfach Politik und Wirtschaft den Vormittag vorbereitet hatten, freuten sich die Neuntklässler/-innen über die ermutigenden Worte von Simone Wingen vom Büro für Kinder- und Jugendbeteiligung, die den Wert der Bürgerbeteiligung hervorhob und die Schüler/-innen zur Mitbestimmung aufrief.

Nach Besichtigung der aktuell im Rathaus gezeigten Ausstellung zum Thema Kinderrechte verteilten sich die Jugendlichen zum Fraktionsgespräch in kleinere Gruppen – es standen Vertreter/-innen aller acht im Parlament sitzenden Fraktionen zur Verfügung. Neben Fragen zur Person ging es um die Motivation zum kommunalpolitischen Engagement sowie um öffentlichen Verkehr und bundespolitische Belange wie die Arbeit der aktuellen Regierung, Flüchtlinge sowie das Klima. Dieser Block wurde sehr positiv bewertet. Alle Schüler/-innen berichteten begeistert von der Möglichkeit zur Begegnung im persönlichen Gespräch, die Politiker/-innen waren von der guten Vorbereitung ihrer jungen Gesprächspartner/-innen angetan.

Auch in der abschließenden Diskussionsrunde mit acht Stadtverordneten unter der Leitung von Stadtverordnetenvorsteher Frank Schmidt fühlten sich die Heranwachsenden ernst genommen. Sie konnten Fragen stellen, die ihrer Generation und Lebenssituation entsprechend dran waren, und hörten in jeder Runde interessiert zu, was jeweils ein Vertreter pro Partei zu sagen hatte. Zur Sprache kamen neben dem geplanten Gewerbegebiet in Gießen-Lützellinden auch die Altersgrenze beim Wahlrecht, Umweltschutz, Bildung und die Frage, was Gießen konkret vor Ort für Jugendliche tun könne. Die Schüler/-innen registrierten Gemeinsamkeiten, konnten aber auch Schwerpunkte der einzelnen Parteienvertreter/-innen ausmachen.

Zum Abschluss freute sich der Vorsitzende Frank Schmidt mit allen Beteiligten über das rege gegenseitige Interesse. Da die ehrenamtlich tätigen Erwachsenen sich für diesen Termin extra freigemacht hatten, bedankten sich die Schüler Johannes Pfeiffer und Esra Lang im Namen der Klassen 9a und 9b mit einem Schokoriegel für jeden Stadtverordneten und einem älteren Werbespruch: „Wenn’s mal wieder länger dauert“, verbunden mit der Aufmunterung: „Sollte eine Sitzung mal wieder länger dauern, dann dürfen Sie an uns denken und den Schokoriegel genießen.“

Politik zum Anfassen, Gespräche über aktuelle Themen und einen richtigen Einblick in die Arbeitsweise der Stadtverordneten – für den Politikunterricht in der 9. Klasse war dieser Ausflug ins Rathaus eine wichtige Horizonterweiterung!

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